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Provence Hotspots – Travel Guide

Gepackt vom Fernweh-Fieber, blättere ich momentan oft durch unsere letzten Urlaubsalben. Dieses Jahr war bisher nur ein Kurztrip nach Frankreich (siehe hier) für uns drin und vermutlich werden wir auch nicht mehr groß wegfahren – zumindest nicht ins Ausland. Deshalb lasst uns gemeinsam Revue passieren über einen der schönsten Urlaube, die ich bisher erleben durfte. Außerdem möchte ich meine Erfahrungen über die Provence gerne teilen, da wir mehr oder weniger durch Zufall an schönen Ecken gelandet sind und ich aber selbst jeden guten Geheimtipp auf anderen Blogs über Reiseziele schätze und solche Erfahrungen gegenüber jedem Reiseführer bevorzuge. Deshalb werde ich hier auch meine Erinnerungen an die Provence und die Cote’d’Azur ins World Wide Web pflanzen – um andere Frankreichentdecker zu inspirieren.

Avignon und Aix-en-Provence

Vornweg, geplant war: Roadtrip, zelten und möglichst viel von der Provence sehen. Klar haben wir uns vorher Ziele im Internet angesehen und die ungefähre Route geplant, aber rückblickend kann ich sagen: es kommt immer anders als man denkt. Angefangen davon, dass wir die erste Nacht am Straßenrand zusammengepfercht im Kofferraum verbrachten, da wir unser erstes Ziel Avignon nicht vor Einbruch der Dunkelheit erreichen konnten. Allerdings war die Stadt am nächsten Tag definitiv die Belohnung für die lange Fahrt und die aufregende Nacht am Vortag. Avignon ist wunderschön und wer wollte nicht schon einmal von der Brücke „Sur le pont d’Avignon“ singen?! Die Innenstadt ist in jeder Hinsicht einen Besuch wert und den Papstpalast sollte man als eine der Hauptattraktionen auch nicht missachten, da man von dort aus einen herrlichen Ausblick über die Stadt hat. Wir waren nicht lange in Avignon, deshalb kann ich hier auch nicht weit ins Detail gehen, denn wir fuhren bald weiter nach Aix-en-Provence. Wohin?! Ja, ich selbst hatte zuvor keinen Schimmer, dass es Aix überhaupt gibt, aber ich bereue auf keinen Fall auch hier noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt zu haben. Aix ist DAS Studentenstädtchen wie aus dem Bilderbuch kopiert. Es gibt süße Läden, die Stadt blüht vor Kunstatmosphäre und man bekommt davon ein ganz authentisches Feeling im ehemaligen Atelier von Paul Cézanne (Künstler), das etwas höher gelegen, eine malerische Idylle über die Stadt vermittelt und einen so richtig im Urlaubsfeeling ankommen lässt.

Les Calanques bei Marseille und Fréjus


Ich wollte ans Meer. Also blieb uns nichts anderes übrig als auch noch bis an die Küste zu fahren und auch wenn Schwimmen echt nicht drin war, weil das ganze Meer voller glasiger Quallen wimmelte, verbrachten wir dort mit die schönsten Tage. Bei Marseille trifft man auf kalkweiße Felsen und azurblaues Wasser, das relativ kühl ist für die Jahreszeit. Man kann hier extrem viele atemberaubende Wanderungen machen – und dabei auch gehörig auf die Fresse fallen – also aufpassen, oft klettert man zwischen Gestein und Geröll hindurch um an die schönsten Buchten zu kommen, aber es lohnt sich. Wer es etwas einfacher mag, sollte sich lieber die Küste zwischen Fréjus und Cannes vornehmen. Geprägt von kupferroten Felsgebilden, Möwen und sattem Grün dazwischen, hat man es hier eher mit gemächlichen Höhen zu tun und man befindet sich recht nah an den Touristengebieten, weshalb wir es dort nicht allzu lange aushielten. Also ging es weiter – weg von den Strandurlaubern – Richtung Verdon Tal.

Gorges du Verdon

Wenn man länger bleibt als eigentlich geplant, ist das wohl das größte Kompliment, dass man als Tourist einem Ort machen kann. Das Verdon Tal war für uns so eine Liebe auf den ersten Blick. Im Kontrast zum warmen Meeresklima, überraschte uns der graue Himmel im Tal erstmal mit kalter Schulter, aber bald gewöhnten wir uns an den Temperaturwechsel und konnten uns kaum satt sehen an der Kombination aus Felsen, Schlucht, Fluss und Seen. Ein echter Mustsee-Point für alle sportbegeisterten Menschen. Klettern, wandern, Fahrrad fahren, Tretboot fahren u.s.w. – alles was das Herz begehrt. Wir entschieden uns für eine sechsstündige Wanderung durch das Tal und so abwechslungsreich mit Höhlen, Treppen, bergauf und am Wasser entlang, kam sicher keine Langeweile auf. Noch ein Vorteil: es gibt hier Zeltplätze wie Sand am Meer und das Wasser im größten See ist wärmer und badegeeigneter als im Meer!






Nationalpark Mercantour




Mit Nationalparks kann man nichts falsch machen, aber trotzdem wusste ich nicht, was mich zu erwarten hat im Mercantour Nationpark recht nah gelegen zur Grenze Italiens. Aber es passte in unsere Route und es gab online ein paar schöne Bilder, also nichts wie hin und ich kann nur sagen: absoluter Geheimtipp! Kein typisches Touri-Gebiet aber absolut filmreife Szenen aus herumlaufenden Kühen im Hochgebirge, Murmeltiere so weit das Auge reicht, Gebirgsseen in absolut malerischer Kulisse und wahnsinnige Sonnenuntergänge. Man muss hier gar nicht wirklich planen, was man machen möchte, weil man nahezu automatisch auf all die schönen Dinge stößt. Alles in allem ein krönender Abschluss zu einem Urlaub, der so vielseitig und abwechslungsreich war. Die Kombi hat all meine Verlangen gestillt: nach Meer, nach Wärme, nach Gebirgen, Seen und Wäldern, Abenteuer, beeindruckende Szenen, Kultur, Städtetrip und französische Landstraßen. Was will man eigentlich mehr?

Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen zu einem Provence-Urlaub inspirieren,
xx Caro

Ps: Die meisten Fotos habe ich meinem Freund zu verdanken!

2 Kommentare

  1. Hallo Liebes 🙂
    Die Fotos sind einfach ein Traum, die Landschaft sieht atemberauben aus! Die Provence stand eigentlich nie so richtig auf meiner Bucketlist – das hat sich jetzt definitiv geändert 🙂

    Liebe Grüße, Caro :*
    http://nilooorac.com/

  2. sehr sehr schöner Beitrag!!! und supertolle Bilder!! das Fernweh kommt definitiv auf! 🙂
    da bekomme ich direkt Lust die Kamera zu schnappen und Fotos zu machen!! 🙂

    Liebe Grüße,
    Annika

    sparksandmemories.com

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